Weggezoomt Blog

Der Reiseblog von Clemens Borkert

Das Leben in Sydney

 Coogee Beach bei ehr nicht so gutem Wetter. Die Wellen sind etwa 1,5 Meter hoch.

Liebe Leser,

es ist mal wieder Zeit für ein neuen Blogeintrag, in letzter Zeit komme ich ja nicht so oft dazu. Aber heute ist es mal wieder so weit. Ich werde heute mal ein bisschen über eine typische Woche berichten und wie das Leben im Allgemeinen hier so ist, es unterscheidet sich doch schon ein bisschen von dem Leben in Deutschland, allerdings gibt es auch viele Parallelen:

Den Großteil der Woche bin ich natürlich Arbeiten. Ich habe im Gegensatz zu vielen anderen Backpackern hier geregelte Zeiten und muss nicht am Wochenende oder Abends/Nachts schuften. Ich arbeite von Montag bis Freitag von 6 bis 14 Uhr. Das heißt allerdings, dass ich etwa 5 Uhr aufstehen muss, aber daran gewöhnt man sich auch.

Ich laufe zur Arbeit, was ungefähr 35 Minuten dauert. Die ersten zwei Stunden sind gleich die härtesten, denn wir entfernen die Holzrahmen, die zum Schutz der Boxen auf den Paletten während des Transports angebracht sind. Meist werden fünf Container morgens geliefert, die dann mit Gabelstaplern ausgeladen werden. Die Container kommen aus Taiwan oder China, wo produziert wird.

Den Großteil der Paletten ist nach den zwei Stunden verarbeite und im Lagerhaus verstaut, aber es gibt meist einige auf deren verschiedene Artikel sind, die müssen dann per Hand auseinandersortiert werden. Das ist dann meist unsere Beschäftigung für die nächsten Stunden. Klingt langweilig, ist natürlich nicht sehr geistig anstrengend, aber so schlimm ist es tatsächlich nicht. Ich habe nette Kollegen und wir haben gute Musik. Außerdem haben wir reichlich Pausen (wenn der Chef nicht da ist manchmal zwei Stunden 😉 ) die auch größtenteils bezahlt sind.

Es ist auch ganz schön beeindruckend, wie viele Schrauben in diesem Lagerhaus sind. Auf einer Palette sind meit 10.000-20.000 Schrauben, manchmal hatte ich aber auch schon 200.000. Und dann haben wir tausende Paletten, das heißt die Nummer einzelner Artikel ist riesig.

Im großen und ganzen bin ich doch sehr zufrieden mit meinem Job. Würde ich nicht für mein ganzes Leben machen, aber das ist ja sowieso nicht der Fall. Vor allem als Bakcpacker muss man immer aufpassen, dass man nicht abgezogen wird und das ist da auf jeden Fall nicht so. Und die Wochenenden frei zu haben ist sehr schön.

Nachdem ich um 14 Uhr auf Arbeit fertig bin laufe ich wieder die etwa halbe Stunde nach Hause. Am Nachmittag schlafe ich dann erstmal. Viel Anderes passiert an einem normalen Arbeitstag auch nicht mehr, manchmal gehe ich einkaufen und ich koche fast jeden Tag. Außerdem ist in dem Haus in dem ich hier lebe immer was los, leben ja mittlerweile etwa 20 Personen aus der ganzen Welt hier (allerdings inzwischen darunter auch 6 andere Deutsche, wovon ich ehrlich gesagt nicht so ein riesen Fan bin).

Das Haus in dem ich wohne. Ist nicht sonderlich groß. Das Fenster rechts ist das des Raums in dem ich lebe. Wir haben eine Bushaltestelle direkt von der Haustür. 

 

Die Wochenenden sind dann deutlich interessanter als die Arbeitstage. Man kann ja viel unternehmen in Sydney. In den Blue Mountains war ich beispielsweise wieder, Meist treffe ich mich aber mit ein paar Freunden an einem der zahlreichen Strände. Das Wetter war meist  gut in den letzten Wochen, hier beginnt ja demnächst der Sommer. Meist sind so 25-28 Grad Höchsttemperatur, also schon sehr angenehm. Vor allem mit Blick auf das verschneite Deutschland.

Bei den Three Sisters in den Blue Mountains. Wir sind an dem Tag 2.000 Stufen hoch- und heruntergelaufen. Die Aussichten sind super.

Maroubra Beach, ein weiterer sehr schöner Strand. Etwa 25 Minuten Busfahrt von meinem Haus.

 

Die Wochen ziehen doch sehr schnell vorbei. Ich bin ja schon fast zwei Monate hier, aber es fühlt sich viel kürzer an, vor allem im Vergleich zu den Monaten des Reisens zuvor.

Das war es für heute erstmal. Ich werde demnächst mal darüber schreiben, wie Weihnachten hier gefeiert wird.

Ich grüße alle Leser und wünsche einen schönen zweiten Advent, auch wenn ich gar nicht in Weihnachtsstimmung bin.

Clemens

Singapur und Australien: Was ich in den letzten Wochen so gemacht habe!

Guten Tag nach Deutschland,

seit ich das letzte Mal hier geschrieben habe ist schon eine sehr lange Zeit vergangen. Der letzte Beitrag ist schon fast einen Monat her, dafür gibt es aber gute Gründe. Doch alles der Reihe nach.

Zuerst einmal habe ich Südostasien nach etwa drei Monaten wieder verlassen. Ich muss sagen, ich hatte eine sehr sehr gute Zeit dort. Mittlerweile schaue ich ja schon mit ein bisschen Abstand zurück und vermisse es jetzt schon ein wenig. Es ist einfach ein anderes Leben dort was sich doch sehr stark von dem in einem westlichen Land unterscheidet. Es war eine super Erfahrung und auf jeden Fall nicht das letzte Mal, dass ich Südostasien einen Besuch abgestattet habe.

Auch wenn die Länder in Südostasien sehr günstig sind, muss man ja leider auch irgendwann wieder zum Geldverdienen übergehen. Die Länder dort sind dafür leider grundsätzlich ungeeignet, da die Löhne sehr niedrig sind und eine Arbeitserlaubnis äußerst schwierig zu erhalten ist. Deshalb ging es für mich weiter nach Australien, doch auf dem Weg dorthin hatte ich noch einen kleinen Zwischenstopp in:

Singapur

Es war wirklich ein sehr kurzer Stopp. So kurz, dass ich nicht einmal eine Nacht dort verbracht habe. Ich hatte einzig 14 Stunden zwischen meinen zwei Flügen. Glücklicherweise bietet der Fughafen eine kostenlose Stadttour an, das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Die Tour dauerte zwar nur drei Studen, trotzdem habe ich doch einen ganz guten Eindruck von der Stadt bekommen.

Das erste was mir ins Auge sprang war, dass Singapur extrem sauber und grün ist. Es ist eine sehr moderne City, hat ein bisschen was von der Hamburger Hafencity, allerdings viel belebter. Überall sind Hochhäuser und Parks.

Singapur werde ich bestimmt noch einmal länger ansteuern und die Stadt ein bisschen mehr erkunden.

Meine restlichen zahlreichen Stunden am Flughafen konnte ich auch gut vertreiben, denn der  ist einer der besten der Welt. Es gibt natürlich zahlreiche Shops, aber auch große Parks und Gärten. Im Kino kann man Filme schauen (habe ich natürlich gemacht) oder sich die Füße von Maschinen massieren lassen. So wurde mir trotz der langen Stunden nie langweilig.

Um etwa 2 Uhr nachts ging es dann in meinen Flieger nach Australien. Nach einem ehr unangenehmen 8-Stunden Flug neben einer ehr seltsamen älteren Dame erreichte ich doch einigermaßen erschöpft:

Sydney

Für mich ging es erstmal ins Hostel und nach einem guten langen Schlaf erkundete ich erstmal ein bisschen die Umgebung. Es benötigte erstmal ein ein wenig Zeit mich wieder an ein westliches Land zu gewöhnen. Der erste Schock waren die Preise. Die sind hier nicht nur viel höher als in Asien, sondern auch deutlich höher als in Deutschland. Im Gegensatz zu Hostels in Südostasien gibt es hier in den Hostels Küchen, sodass man sich selber was kochen kann. Auch das benötigte erstmal wieder ein bisschen Eingewöhnung.

Australien ist Deutschland nicht so unähnlich. Sydney hat auch viel von einer amerikanischen Stadt vermischt mit einer Brittischen. An den Linksverkehr habe ich mich zwar immer noch nicht so wirklich gewöhnt.

Die ersten Tage verbrachte ich vor allem mit Papierkram. Steuernummern, Bankkonten, Simkarten, Bewerbungsschreiben etc. Nicht sonderlich spannend aber muss man halt machen.

Nachdem das alles erledigt hatte ging es auf Jobsuche. Es ist nicht so schwierig einen Job zu finden, vor allem wenn man sich nicht auf etwas Bestimmtes festlegt. Nach etwa einer Woche der Suche und Gesprächen fand ich einen Job der mir zusagte.

Seit fast einem Monat arbeite ich jetzt schon. Ich arbeite in einem Lagerhaus einer Schraubenfirma (Bremick, falls es jemanden interessiert). Dort sortiere ich Boxen und packe Paletten aus. Nicht der spannensde Job aber ich habe feste Arbeitszeiten und werde pro Stunde bezahlt (so langweilig wie es jetzt hier vlt. klingt ist es in Wirklichkeit gar nicht). Das ist für Backpackerverhältnisse schon sehr gut. Ab und zu kann ich auch mal ein bisschen Gabelstapler fahren, dass ist ganz lustig.

Vor reichlich einer Woche bin ich in meine permanente Wohnung eingezogen. Es ist ein Haus in dem ich mit etwa 15 anderen Leuten zusammenlebe. Die kommen von überall aus der Welt. Ich lebe in einem Zimmer mit drei anderen Personen.

An den Wochenenden unternehme ich dann ab und zu ein paar Ausflüge. Zum Beispiel in die Blue Mountains, ein Gebirge in der Umgebung von Sydney (da war ich mit Nils und Gina mit denen ich zusammen in der Schule war).

Natürlich erkunde ich auch Sydney, natürlich das Operahouse oder den Central Buisness District. Ist eine echt coole City, sehr international.

So, dass ist jetzt erstmal alles. Vorraussichtlich werde ich bis Ende April hier bleiben und arbeiten bevor es weitergeht. Bis dahin werde ich noch weiter die Umgebung erkunden und meine Zeit hier genießen (hier wird jetzt ja Sommer, da kann man sich schön an Strand setzen).

Ich werde wohl in nächster Zeit nicht so häufig hier schreiben, da ja mittlerweile schon Alltag eingekehrt ist und das jetzt nicht so mega spannend ist. Melden werde ich mich aber schon ab und zu.

Ich grüße alle Leser in Deutschland oder wo auch immer!

Einen schönen Tag noch.

Clemens

Ko Tao und Bangkok 2.0 (von Lukas)

Schweren Herzens und doch voller Vorfreude haben wir also unser Tiki Tiki Hostel auf Ko Samui verlassen, um nach Ko Tao weiter zu reisen.

Ko Tao ist die kleinste Insel des Samui-Archipels und etwa 60 km nördlich von Ko Samui im Golf von Thailand gelegen. Wörtlich übersetzt bedeutet der Name „Insel der Schildkröten“. Leider sind im Laufe des letzten Jahrhunderts die meisten dieser sanften Reptilien von Menschen gejagt und gegessen worden. Durch Schutzmaßnahmen und die Arbeit freiwilliger Helfer erholt sich der Bestand langsam wieder und es ist mit etwas Glück wieder möglich, einige Exenplare in freier Wildbahn zu sehen.

Ko Tao selbst wurde von 1933 bis 1947 als Gefängnisinsel genutzt und war davor und danach unbewohnt. Kurz nachdem die letzten Gefangenen die Insel verlassen hatten, wurde die Insel jedoch erneut bevölkert. Ab Mitte der 1980er Jahre besuchten dann die ersten Touristen die Insel. Deren Zahl ist seitdem stetig gestiegen, allerdings kommen nach wie vor überwiegend Backpacker und Individualtouristen auf die Insel, sodass die sonst überall vorhandenen Hotelburgen (noch) fehlen.

Die meisten Besucher haben vor allem eins im Sinn: Tauchen. Und so findet man an jeder Ecke der Insel mindestens drei Tauchschulen.

Auch wir waren vor allem wegen der Unterwasserwelt (und natürlich der Postkartenmotiv-Strände) gekommen.

Unser Hostel bot einen Transferservice zu den Stränden der Insel an. So erkundeten wir den Freedom-Beach und Tanote Bay. Ich hatte das Glück und konnte u.a. einen kleinen Riffhai sehen, was mich sehr glücklich gemacht hat. Aufgrund der guten Sichtverhältnisse und der Felsformationen unter Wasser war jeder Schnorchelgang ein richtig tolles Erlebnis!

Obowohl man wohl jeden Tag an einen anderen Strand fahren könnte und sich niemals langweilen würde, suchten wir etwas Abwechslung und erklommen erneut einen Aussichtspunkt. Obwohl dieser nur etwa 800 m Luftlinie von unserem Hostel entfernt liegt, kamen wir beim Aufstieg wieder ziemlich ins Schwitzen! Höhenmeter und Temperaturen ließen diesen Spaziergang zu einem guten Workout werden. Da wir uns aber am Tag zuvor beim all-you-can-eat gut mit Pizza befüllt hatten, schafften wir es bis nach oben und konnten die folgende Aussicht genießen:

Nachdem wir den Abstieg geschafft hatten, sehnten wir uns nach einem Smoothie. Allerdings gab es in diesem Teil der Insel für gewöhnlich von früh um acht bis zum Nachmittag keinen Strom, sodass auch kein Mixer funktionierte. Hungern musste man aber Gott sei Dank nicht, da ja fast ausschließlich mit Gas gekocht wird.  Weil also kein Smoothie zu bekommen war, mussten wir uns mit einer 7-eleven-Cola zufrieden geben. (7-eleven ist eine Supermarktkette, die wir sehr verehrten. Hier kann man auch mit einem 1000-Baht-Schein ein Wasser für 13 Baht kaufen und so seine Kleingeldvorräte wieder auffüllen.)

Nach 3 Nächten wechselten wir in ein anderes Hostel, um noch einen weiteren Teil der Insel genauer unter die Lupe zu nehmen. Erneut hatten wir richtig Glück (und gut recherchiert) und so ein wirklich tolles Hostel gefunden. Es war ebenfalls neu eröffnet und verfügte über einen drei Meter tiefen Pool, der auch ausgiebig genutzt wurde.

Bisher wurde in diesem Blog recht wenig über das Essen berichtet, aber an dieser Stelle kann ich das Frühstück nicht unerwähnt lassen: Neben Toast und Obst gab es gebratenen Reis  mit Knoblauch und Ei in unbegrenzter Menge. Welch eine Freude!

Am letzten Tag vor unserer Abfahrt fuhren wir noch zu einem Aussichtspunkt auf dem höchsten Berg der Insel, wo wir den Sonnenuntergang beobachteten. Es war ein sehr schöner Abschluss unserer Zeit in Ko Tao.

Den größten Teil unserer gemeinsamen Reise hatte sich die Regenzeit kaum bemerkbar gemacht, aber in den letzten Tagen wurden wir doch manchmal nass und das trübte unsere Badefreuden. Trotzdem waren wir traurig, als wir uns mit Fähre und Bus auf den Rückweg nach Bangkok machten.

Wir kamen nach etwa 10 Stunden (2 auf der Fähre und 8 im Bus) am Abend in  Bangkok an. Dort hatten wir noch weitere 2 bzw. 3 Nächte, bevor es weiter ging. Neben einigen Besorgungen, die Clemens und ich noch zu erledigen hatten, wollten wir uns das Medizin- und Kriminalmuseum angucken. (Da ja das Studium bald weiter geht, wollte ich mich schon wieder ein wenig in die Materie einarbeiten 😛 )

Aber leider erwischten wir den einzigen Tag, an dem dieses geschlossen ist. (Eigentlich hat in Thailand nie irgendetwas einen Ruhetag.)

Am Abend stand dann noch ein Wiedersehen mit Davis an. Wir besuchten eine Rooftop-Bar (also auf dem Dach eines etwas höheren Hauses) und genossen die Aussicht auf diese Mega-Stadt, die einen immer wieder beeindruckt!

Und schon war für mich der Tag der Abreise gekommen. Clemens bestand darauf, mich persönlich zum Flughafen zu bringen.

In zwölf Stunden ging es zunächst direkt nach Köln und anschließend weiter Richtung Berlin. Nach über 20 Stunden Reise erreichte ich schließlich (nur zwei Stunden später als geplant) mein Ziel. Geduldige Großeltern holten mich um Mitternacht am Flughafen ab. Vielen lieben Dank dafür!

 

Ab hier wird Clemens diesen Blog wieder übernehmen. Wer in der Uni sitzt, kann schließlich keinen Reiseblog schreiben. Ich danke euch allen für das Lesen und die Aufmerksamkeit sowie das Feedback.

Lukas

 

PS: Clemens hier: Es hat ein bisschen länger gedauert dieses mal. In den letzten Tagen war ich sehr beschäftigt und hatte deshalb kaum Zeit. Die Ereignisse dieses Blogeintrages sind also schon ein par Tage her. Ich melde mich demnächst mal, wenn ich weniger zu tun habe. Nur kurz: Ich bin momentan in Sydney auf Arbeitsjagd. Dazu und was ich noch so erlebt habe im nächsten Blog.

Surat Thani und Ko Samui (von Lukas)

Unsere Zeit im Norden näherte sich also nach fast zwei Wochen dem Ende. Die Hälfte unseres Urlaubs in diesem wundervollen Land war vorbei und wir wollten natürlich auch noch die paradiesischen Inseln im Süden erkunden. Da ein Flug auf die Inseln sehr teuer ist, entschieden wir uns, in eine Stadt in der Nähe auf dem Festland zu fliegen.

Surat Thani

Ohne groß zu recherchieren hatten wir zwei Nächte in Surat Thani gebucht, denn für gewöhnlich gibt es ja in jeder Stadt etwas zu entdecken. Allerdings nicht in dieser. Im Stadtzentrum befinden sich gerade einmal zwei Hostels und in unserem waren wir die einzigen Gäste. Das war eine ganz neue Erfahrung…

Die Frau an der Rezeption fragte uns bei der Ankunft, was wir denn vorhätten. Offensichtlich war sie überrascht, dass jemand mehr als eine Nacht bleiben wollte. Sie hatte auch keine Vorschläge parat, was man denn tun könnte.

Also ließen wir es (mal wieder) ruhig angehen und spazierten ein bisschen durch die Stadt und erkundeten den Nachtmarkt. Es gab allerlei interessante Köstlichkeiten zu probieren, zum Beispiel leckere Seidenraupen. Es war  sicherlich ein Vorteil, in einer weniger touristischen Stadt zu sein und die Einheimischen freuten sich, ein paar Touristen zu sehen. Wir haben in unserer Zeit dort etwa fünf andere Reisende gesehen. Der Sonnenuntergang war malerisch und wurde von lustiger Tanzmusik, zu der sich ältere Damen unter freiem Himmel unter Anleitung bewegten, untermalt.

Ko Samui

Ko Samui war ein ziemliches Kontrastprogramm dazu! Wir hatten offenbar das allerallerbeste Hostel der Insel gebucht. Es ist gerade seit drei Wochen eröffnet und hat schon die beste Bewertung aller Hostels auf Ko Samui. Und das zu Recht: Der belgische Besitzer Bart und seine thailändische Frau Rose haben wirklich ein Paradies geschaffen. (Siehe Bild unten, das von uns nicht bearbeitet wurde!)

Bart kennt den Namen jedes Gastes und sorgt dafür, dass sich alle kennenlernen. Wir hätten ohne Probleme einen Monat dort auf dem Gelände bleiben und unsere Zeit genießen können. Dank Meer, Pool, Ping-Pong-Platte, Billardtisch und einer guten Atmosphäre kann man schnell vergessen, dass man jemals wieder irgendwo anders hin muss.

Da es im Moment nur 18 Betten gibt und das Hostel so beliebt ist, mussten wir nach zwei Nächten für eine Nacht ausziehen. Wir nutzten das für einen Trip in die Inselhauptstadt Chaweng. Dort ist es recht touristisch und nicht so besonders. Wir erklommen unter ziemlich großen Anstrengungen einen steilen Berg mit Tempel auf der Spitze. Die folgenden Aussichten waren  die Mühe allerdings auf jeden Fall wert!

Abends trafen wir ein paar nette Leute, die wir auf der Fähre nach Ko Samui kennengelernt hatten und ließen den Abend mit ein paar Bier am Strand ausklingen.

Zurück in unserer „Heimat“ auf Ko Samui genossen wir weiter das Leben. Bart kannte einen Kapitän, der eine Schnorcheltour organisiert. Nach einer ersten Runde Schnorcheln am Riff wurden wir zu einer Insel ohne dauerhafte Bewohner gebracht, auf der es nur einen Generator gibt, um ein paar Getränke zu kühlen. Sehr malerisch!

Mangels Unterwasserkamera können wir hier leider keine Bilder des Riffs präsentieren. Die zweite Schnorchelrunde führte uns zu einem lebendigeren Teil  und wir konnten unter anderem Blaupunktrochen beobachten.

Ich finde, dass sich die Tauch – und Luftanhaltübungen, die Clemens und ich in den bisherigen Pools unserer gemeinsamen Reise absolviert haben, gelohnt haben. Freitauchen wird ja mitunter als eine Art Religion und Weg zur Selbstfindung gepriesen. Auch wenn wir beide nicht wirklich das Gefühl haben, dass wir uns selbst finden müssten, ist es sehr entspannend, diese völlig andere Welt zu erkunden. Zumindest für eine Minute kann man sich wie ein Fisch fühlen, bevor man zum Luftholen wieder auftauchen muss.

Aber der wohl schwierigste Teil des Travellerlebens musste auch hier irgendwann kommen: der Tag der Abreise. Man muss immer entscheiden und abwägen, ob man noch ein paar Tage an einem traumhaften Ort bleibt oder weiterfährt, denn schließlich möchte man ja viele verschiedene Orte sehen und einen umfassenden Einblick in ein Land bekommen. Die kleinere Insel Ko Tao lockte mit wunderbaren Schnorchelplätzen und atemberaubenden Stränden und das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Schließlich müssen noch ein paar kitschig-paradiesische Fotos mehr in diesen Blog, um alle Leserinnen und Leser zumindest kurz aus dem grauen Herbst in Deutschland zu entführen. (Und vielleicht ein bisschen neidisch zu machen, aber nur vielleicht.)

Wer mal die Gelegenheit hat, nach Ko Samui zu reisen, sollte unbedingt in Barts und Roses Tiki Tiki Beach Hostel vorbeischauen. Es gibt auch Apartments und ein Restaurant für diejenigen unter euch, die es etwas komfortabler mögen. Und ihr müsst ihn unbedingt von uns grüßen!

Ausblick

Ko Tao wird vermutlich unsere letzte „richtige“ Station sein, bevor sich unsere Wege leider wieder trennen. Clemens fliegt nach Australien zum Arbeiten und ich zurück nach Rostock, um die Vorzüge des Studentenlebens zu genießen.

Ich danke allen Leserinnen und Lesern für die Aufmerksamkeit und das Lesen dieses doch recht lang geratenen Blogeintrags.

Liebe Grüße von Clemens und Lukas aus Thailand.

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