Weggezoomt Blog

Der Reiseblog von Clemens Borkert

Die Nordinsel Neuseelands

Gutes Abend Liebe Leser,

es ist schon länger her, dass ich hier was geschrieben habe. Ich war ziemlich beschäftigt in den letzten Tagen und Wochen. Ich habe viel erlebt und jetzt habe ich auch wieder mal Zeit, darüber zu schreiben.

Nachdem ich die Südinsel Neuseelands für etwa zwei Wochen erkundet hatte, ging es mit der Fähre Richtung Norden. Etwa drei Stunden dauerte die Fahrt nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands.

Wellington ist eine hübsche Stadt, für eine Hauptstadt relativ klein, aber Neuseeland ist ja auch ein kleines Land. Es gibt viele Kaffees und kleine Restaurants. Allerdings war das Wetter immer schlecht und windig ist es sowieso. Wellington ist die windigste Großstadt der Welt.

Lange blieb ich dort nicht, ich stieg bald in den Bus und fuhr nach Taupo, einen kleinen Ort zentral auf der Nordinsel gelegen. Dort gab es auch nicht so viel zu tun. Einen Tag unternahm ich eine längere Wanderung zu einem Wasserfall, immer an einem Fluss entlang. Es war eine ganz schöne Wanderung und ich war einige Stunden unterwegs. Ansonsten erkundete ich noch ein wenig den Ort.

Bald ging es also wieder weiter, das Ziel war diesmal Rotorua, ein Tourismushotspot Neuseelands. Rotorua ist bekannt für seine thermalen Quellen, die man überall findet. Aufgrund der geothermalen Aktivität überall stinkt es leider sehr, es riecht wie alte Socken. Der Grund dafür ist der viele Schwefel, der freigesetzt wird.

In meinem Hostel gab es einen Whirlpool der geothermal auf 42 Grad geheizt wurde, in diesem verbrachte ich viel Zeit. Am ersten Tag erkundete ich dann zusammen mit einer Deutschen ein paar geothermale Hotspots, die es in dem Ort zu finden gibt. Man sieht überall den Dampf aufsteigen und es riecht mies.

Am nächsten Tag lernte ich dann eine Schweizerin kennen und wir unternahmen eine längere Wanderung durch die Umgebung. Wir erklommen einen Hügel und konnten von oben einen Geysier beobachten. Der bricht nur 20x am Tag aus aber wir hatten Glück und mussten nur fünf Minuten warten.

Da die Schweizerin und ich uns sehr gut verstanden, entschlossen wir uns gemeinsam weiter zu reisen. Unser Ziel war Raglan, ein kleiner Surfer- und Hippieort an der Westküste.

Dorthin reisten wir nicht mit dem Bus, wie ich ja ansonsten immer gereist war, sondern trampten. Für mich war das eine neue Erfahrung, wir hatten uns auch den Tag mit dem schlechtesten Wetter ausgesucht. Lange warten mussten wir aber nie und hatten immer sehr nette Leute, die uns mitgenommen haben.

Am Nachmittag erreichten wir dann unsere Unterkunft, welche etwa sieben Kilometer von Raglan mitten im Niergendwo lag. Es war sehr sehr schön dort. Unser Zimmer war umfunktionierter Teil eines Zugwagons.

Der Blick von dort war einfach super. Man hört das Meer rauschen und sieht den ewigen Wellen zu.

Wir verbrachten fast eine Woche dort und genossen die Zeit. Wir gingen ab und zu zum Strand hinunter. Man kann zahlreiche Surfer beobachten und schön über den schwarzen Sand laufen.

Ein anderes Ereignis stand ja auch noch an, nämlich mein 20. Geburtstag! Wir verbrachten ihn in Raglan und ließen es uns gutgehen. Wir tranken höchst illegal eine Flasche Sekt am Wasser, genossen ein leckeres Eis und gingen am Abend ins Restaurant.

Raglan war definitiv das Highlight meines Trips in Neuseeland. Aber natürlich kann man auch nicht ewig an einem Ort bleiben. Mein Flug ging bald also mussten wir nach Auckland kommen. Wie trampten wieder und legten mit minimaler Wartezeit den Weg zurück.

In Auckland selbst verbrachten wir nur etwa einen Tag. Den kleinen Teil, den wir gesehen haben, war aber schön. Am Montagmorgen stieg ich dann in den Flieger Richtung Fij, mein nächstes Ziel und von wo ich gerade schreibe. Was ich hier mache, dass weiß ich noch nicht. Die Planung werde ich jetzt machen. Von meinen Erlebnissen werde ich dann im nächsten Eintrag erzählen.

Bis dahin wüsche ich allen Lesern eine gute Zeit. Ich werde mich ranhalten und ein wenig öfter schreiben, allerdings ist die Internetsituation hier nicht so optimal.

Bis dahin.

Clemens

Nelson und der Abel Tasman National Park

Guten Morgen Liebe Leser,

nachdem ich eine sehr schöne Zeit in Franz Josef und den Südalpen verbracht hatte, war es an der Zeit, weiter zu reisen. Zehn Stunden dauerte die Busfahrt. Es ging raus aus den Bergen, rein in das sonnige Städtchen Nelson.

Nelson liegt ganz im Norden der Südinsel. Dort war das Wetter schon deutlich besser und angenehmer als unten im Süden. Temperaturen am Tag lagen bei über 20 Grad und es war immer blauer Himmel.

Nelson ist eine kleine Stadt. Sie ist ganz hübsch, hat allerdings jetzt auch nicht so viel zu bieten. Ich spazierte ein bisschen herum.

Die Stadt ist Ausgangspunkt von Touren zum Abel Tasman National Park. Das war auch der eigentliche Grund, warum ich dorthin gekommen war. Frühmorgens ging es los mit dem Bus. Am Eingang des Nationalparks stiegt ich aufs Boot und man wurde ein wenig herumgeschippert.

Nach etwa einer Stunde wurden wir an einem kleinen Strand abgesetzt. Die Planung sah eine eigenständige zweistündige Wanderung zu einer anderen Bucht vor. Die Wanderung an sich war nicht sehr spannend.

Die Bucht, die ich dann erreichte, war aber sehr schön. Große goldene Strände gaben einem das Gefühl im Paradies zu sein. Da ich noch etwa drei Stunden hatte, bis ich vom Boot wieder eingesammelt werden würde, hatte ich genug Zeit, um diesen Ort zu genießen. Das Wetter war auch perfekt.

Am Nachmittag wurde ich wieder vom Boot aufgenommen und es ging zurück nach Nelson.

Die nächste Station, die ich ansteuern werde, ist die Hauptstadt Wellington. Ich sitze gerade im Fährterminal, es geht ja schließlich auf die Nordinsel.

Von dort dann demnächst mehr.

Clemens

Wie ein Vogel

Guten Morgen,

am Montagmorgen stieg ich früh morgens in den Bus. Ich hatte eine gute Zeit in Queenstown, aber es gibt ja so viel zu erkunden in Neuseeland.

Meine nächste Station war ein kleiner Ort namnes Franz Josef. Dieses Dorf ist ein ganzes Stückchen weit weg von Queenstown. Acht Stunden dauerte die Busfahrt. Allerdings legten wir zahlreiche Stopps ein, meist an guten Fotopunkten.

Durch die Berge der Südalpen zu fahren ist ein Erlebnis. Es gibt eigentlich immer etwas zu sehen aus dem Fenster.

Am späten Nachmittag erreichte ich dann aber mein Ziel. Franz Josef ist ein Dörfchen mit einer permanenten Bevölkerung von etwa 300 Leuten, aber über 2.000 Gäste übernachten in der Hochsaison hier.

Was lockt all diese Gäste an? Der gleichnamige Franz-Josef Gletscher. Er ist einer von nur drei Gletschern in der Welt, die im Regenwald enden und „fließt“ mit etwa vier Metern pro Tag ungewöhnlich schnell.

Eine sehr beliebte Aktivität sind Hubschrauberflüge. Der Helikopter ist die einzige Möglichkeit auf den Gletscher zu kommen. Früher konnte man auch direkt zu Fuß den Gletscher erreichen, durch das Zurückweichen des Eises sind die umliegenden Flanken instabil und es ist zu gefährlich.

Da ich schon immer mal mit einem Hubschrauber fliegen wollte, hatte ich mich entschieden, an einem Rundflug teilzunehmen. Am Morgen nach meiner Ankunft sollte es soweit sein. Doch als der Hubschrauber von seiner vorherigen Tour landete, signalisierte der Pilot, dass das Wetter zu schlecht ist. Die Wolkendecke war zu niedrig und es war somit nicht sicher zu fliegen.

Den restlichen Tag wurde das Wetter nicht besser und mit einer schlechten Vorhersage für den nächsten Tag hatte ich den Flug schon abgeschrieben.

Stattdessen nahm ich einen Shuttlebus und wanderte zu einem Aussichtspunkt, von dem man den Gletscher sehen kann. Man ist leider aber sehr weit entfernt. Trotzdem war es sehr schön, es war der erste Gletscher, den ich in meinem Leben gesehen habe.

Am nächsten Morgen war das Wetter entgegen der Vorhersage erstaunlich gut, also machte ich mich nochmal auf und buchte den nächsten verfügbaren Flug. Dieses Mal spielte das Wetter mit.

Der Flug war ein unglaublich schönes Erlebnis. Die Gletscher und Berge zu überfliegen ist einfach sehr beeindruckend. Als Erstes ging es das Tal entlang und dann über den Franz Josef Gletscher hinauf. Kurz danach landeten wir überhalb des benachbarten Fox Gletschers, mitten im Schnee. Der Blick von dort war einfach super. Da das Wetter schon wieder umschlug waren wir nur kurz dort oben und flogen bald weiter.

Es ging den Fox Gletscher hinunter und anschließend zurück zum Heliport. Der ganze Spaß dauerte etwa dreißig Minuten und war natürlich nicht ganz billig, aber es war für mich auf jeden Fall das Geld wert.

Der Flug wird mir auf jeden Fall immer im Gedächtnis bleiben.

Als nächstes geht es für mich nach Nelson, einer Stadt ganz im Norden der Südinsel. Ich sitze gerade im Bus dorthin, insgesamt zehn Stunden.

Bis zum nächsten Mal!

Clemens

Meine erste Station in Neuseeland: Queenstown

Guten Morgen Liebe Leser,

nachdem ich also am Dienstag in Queenstown gelandet war, musste ich mich erst einmal in die Stadt finden. Glücklicherweise fand ich schnell den Bus und ich konnte ohne Probleme in mein Hostel einchecken.

Am nächsten Morgen erkundete ich erst einmal diesen kleinen Ort. Queenstown hat nur weniger als 30.000 Einwohner, deshalb kann man bequem überall herumlaufen. Sonderlich viel gibt es allerdings meiner Meinung nach nicht zu sehen. Der Ort ist gefüllt mit zahlreichen Shops. Immerhin gibt es schöne Blicke auf die umliegenden Berge und natürlich auf den See.

Von Queenstown aus kann man zahlreiche Touren und Aktivitäten unternehmen. Das Alles kostet aber leider sehr viel Geld.

Fast jeder, der hier als Gast kommt, unternimmt einen Tagesausflug zum Milford Sound. Und das aus gutem Grund:

Der Milford Sound ist aber nicht wie der Name vermuten lässt ein Sound (dt. Sund), sondern ein Fjord. Und was für einer!

Früh am Morgen begann die Bustour. In der Kälte (-10 Grad) am Morgen zu warten war nicht sehr angenehm, deshalb freute ich mich auf den warmen Bus. Leider hatte ich Pech und die Heizung im Bus war ausgefallen, stattdessen blies kalte Luft aus den Düsen. Nach zwei Stunden konnte das Problem zum Glück gelöst werden, allerdings waren ich und die anderen Passagiere bis dahin schon tief durchgefroren. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich mich davon erholt hatte.

Von Queenstown fährt man etwa 4.5 Stunden bis zum Fjord. Luftlinie ist es zwar gar nicht weit entfernt, aber man muss einen riesigen Bogen fahren und sich eine Passstraße hinauf- und wieder hinuterwinden.

Endlich angekommen fährt man zwei Stunden mit einem Boot durch die beeindruckende Landschaft. Die Fjordwände sind teilweise 1.5 Kilometer hoch. Es gibt zahlreiche Wasserfälle und wenn man Glück hat auch ein wenig Tierwelt. Ich konnte einen Pinguin und ein paar Robben erspähen.

Nach dieser schönen Bootsfahrt ging es mit dem Bus die gleiche Strecke wieder zurück.

Morgen geht es für mich weiter. Eine weitere lange Busfahrt steht an: in acht Stunden geht es nahc Franz-Josef, einen kleinen Ort in den Bergen, direkt an einem Gletscher.

Bis dahin.

Clemens

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