Weggezoomt Blog

Der Reiseblog von Clemens Borkert

Ein letzter Stopp in Prag

Guten Abend Liebe Leser,

ich habe ja schon durchblicken lassen, dass sich meine Reise dem Ende nährt. Seitdem ich Fidschi damals hinter mir gelassen hatte, kam ich ja Stück für Stück immer weiter an Deutschland heran.

Heute will ich über meine letzte Station auf meiner langen Reise berichten: Prag. Auch wenn Prag nicht sehr weit weg von meiner Heimat liegt, war ich tatsächlich noch nie dort. Außer am Flughafen, da hat die ganze Reise ja angefangen.

Von Zagreb aus war es eine ganz schöne Busfahrt nach Tschechien. Über drei Grenzen hinweg ging es in zehn Stunden bis in die Prager Innenstadt. Es war schon spät abends und es ging nur noch ins Hostel und ins Bett.

Am nächsten Morgen begann ich mit der Entdeckungstour. Es war ein Sonntag und es fand gerade ein großer Marathon statt. Das Wetter war eisig kalt und nicht sehr einlandend.

Als erstes ging es natürlich zu den bekanntesten Attraktionen. Die Karlsbrücke gefiel mir besonders gut, die zahlreichen Künstler sorgen für ein interessantes Spektakel.

Es macht sehr viel Spaß, durch die vielen kleinen verwinkelten Gassen zu laufen und neue Dinge zu entdecken. Es gibt viele kleine Lädchen und Restaurants. Leider sind die fast alle nicht im Backpacker Budget.

Die nächsten Tage verbrachte ich dann damit, verschiedene Stadtteile zu erkunden. Nebenbei war ich mit ein paar organisatorischen Vorbereitungen für meine Rückkehr beschäftigt.

Und nach einigen Tagen war es dann soweit. Der finale Teil meiner Reise stand an. Ich nahm den Zug Richtung Dresden und nach zwei Stunden entlang der Elbe war ich wieder zurück in Deutschland.

Am Bahnhof hatte ich gleich ein großes Empfangskomitee. Meine Eltern und einige meiner Freunde erwartete mich am Bahnsteig.

Nach solch einer langen Zeit ist natürlich klar, dass ich mich sehr freue, die ganzen bekannten Gesichter wieder zu sehen. Es war eine schöne Überraschung. Ich fühlte mich gleich wieder vertraut und es gab natürlich viel zu erzählen.

Ich werde noch in den nächsten Tagen einen Beitrag als Fazit schreiben, einmal Revue schweifen lassen.

Bis dahin.

Clemens

Entlang der Adria

Guten Tag Liebe Leser,

ich komme ja langsam mehr oder weniger Deutschland immer näher. Das Terrain wird langsam immer vertrauter.

Die erste Stadt, die wir in Kroatien ansteuerten, war Split. Sie war in meinem Reiseverlauf besonders, denn sie ist der erste Ort, an dem ich schon einmal vor meiner Reise war. Allerdings ist das ganze schon ein Weilchen her, nämlich 8.5 Jahre. An viel konnte ich mich somit sowieso nicht erinnern.

Split ist eine schöne Stadt, auch wenn es jetzt nicht so mega viel zu tun gibt, vor allem weil wir während der Ostertage dort waren, und natürlich wie in Deutschland auch fast alle Läden zu sind.

Einen Tag verbrachten wir an einem Strand ein bisschen außerhalb der Stadt. Das Wasser war für mich noch ein bisschen kalt zum Baden, aber die Temperaturen waren perfekt, um in der Liege zu sitzen und ein Buch zu lesen. Außerdem kann man gut im Café sitzen und aufs Wasser schauen.

Als nächstes Ziel hatte ich mir Dubrovnik ausgesucht. Die Busfahrt dauert etwa fünf Stunden, obwohl es nicht sonderlich weit ist. Man muss nämlich zwei Grenzen überqueren: Bosnien und Herzegowina hat nämlich einen Zipfel Küste, welcher den südlichen Teil Kroatiens abtrennt. Der Streifen ist nur etwa 10 Kilometer breit. Visatechnisch ist dies für mich natürlich kein Problem, aber ein bisschen nervig ist es schon, wenn man innerhalb von 15 Minuten zweimal die Grenze überqueren muss.

Doch irgendwann spät abends kam ich dann doch noch an. Ich bin aber im Nachhinein froh, dass ich diese Fahrt auf mich genommen habe.

Dubrovnik ist auf jeden Fall eine der schönsten Städte, die mir im Laufe meiner langen Reise über den Weg gekommen sind. Die Altstadt ist zwar nicht sehr groß, aber sehr schön.

Von einer dicken Stadtmauer umgeben durchziehen viele kleine Gassen die Altstadt. Man kann sich super verlaufen, wenn man nicht aufpasst. Überall findet man kleine (leider überteuerte) Restaurants und Weinbars.

Nicht überraschend, dass dies zahlreiche Leute aus der ganzen Welt sehen wollen. In letzter Zeit hat vor allem die amerikanische Fernsehserie „Game of Thrones“ diesen Ort berühmt gemacht, denn hier wurden viele der Szenen gedreht.

Am Tag meiner Ankuft war kein gutes Wetter, was natürlich eigentlich schlecht ist. Doch durch den kräftigen Winde wurde hohe Wellen aufgetürmt, welchen man beim Kampf gegen den Felsen zusehen konnte.

So verbrachte ich zwei Tage in Dubrovnik, einfach durch die Stadt zu wandern und die Sonne auf mich scheinen zu lassen.

Dann stieg ich wieder in den Bus und fuhr einmal quer durch Kroatien. Nach etwa neun Stunden Fahrt erreichte ich Zagreb. Ich übernachtete in einem sehr netten Hostel. Dort herrschte eine super Atmosphäre und ich lernte somit viele nette Leute kennen. In den Hostels hier in Europa trifft man nur wenige Deutsche und Europäer allgemein. Die meisten Reisenden hier sind Amerikaner, Australier und Kanadier. Man versteht sich aber mit fast allen Reisenden super. Ich habe ja auch eine ganze Weile in Australien gelebt, somit sind mir die Leute ja vertraut.

Zagreb an sich hat ein paar interessante Orte zu bieten. Die Innenstadt ist schön und sehr bequem per Fuß zu erkunden. Da die Stadt direkt am Hang liegt kann man auch super Aussichten genießen.

Es gibt direkt im Zentrum einen alten Tunnel/Bunker. In diesem fand gerade eine Fotoausstellung statt. Durch die gute Beleuchtung und die echolastige Natur des Raumes entstand eine coole Stimmung.

Ansonsten verbrachte ich die Abende in guter Gesellschaft im Hostel.

Momentan sitze ich im Bus Richtung Prag. Es wird die letzte Station meiner Reise werden. Doch dazu dann demnächst mehr.

Bis dahin.

Clemens

Ein erster Happen Balkan

Guten Abend Liebe Leser,

ein Fakt, der mir wieder klar geworden ist, seitdem ich zurück in Europa bin, ist, wie viele Länder es doch in Europa gibt. Manche davon sind natürlich bekannter als andere. Eines der nicht so oft bereisten Länder war unser nächstes Ziel: Bosnien und Herzegowina.

Wir landeten nach etwa zwei Stunden Flug am kleinen Flughafen von Sarajevo. Wir wurden von einem netten Fahrer abgeholt, der gab uns auf der Fahrt Richtung Stadt einen ersten Eindruck. Sarajevo hat als Stadt viele verschiedene Facetten zu bieten: Von Gebäuden aus Zeiten des Osmanischen Reiches, über Hinterlassenschaften aus dem Österreich-Ungarischen Kaiserreich, bis hin zu den Kriegsspuren des letzten Balkankrieges. Vor allem letztere sind omnipräsent. Überall in den Gebäudewänden sieht man die Einschusslöcher des letzten Krieges.

Zahlreiche Museen erzählen von den verschiedenen Facetten dieser traurigen Epoche. Eines davon schauten wir uns auch an. Sehr düster und bedrückend natürlich, aber ich finde es ist ein wichtiges Thema, was man nicht ausblenden kann, wenn man in der Region ist. Ein weiteres „Opfer“ des Krieges schauten wir uns am nächsten Tag an. Es ist die verlassene Rennrodelbahn, welche direkt an einem Berg außerhalb der Stadt zu finden ist. Sie wurde ursprünglich für die olympischen Spiele 1984 gebaut und auch im Anschluss noch regelmäßig benutzt. Während des Krieges wurde sie durch Geschosse und Mörser beschädigt und wird seitdem nicht mehr genutzt. Es gibt allerdings Pläne, die Strecke wiederherzustellen, aber ob diese jemals umgesetzt werden, ist fraglich. Momentan ist sie somit eine interessante Entdeckungstour, aber zum Sport nicht zu gebrauchen.

Es gibt in der Stadt aber auch zahlreiche schöne Ecken. Die Innenstadt ist komplett renoviert und sehr schön anzusehen. Alte Trams fahren durch die Straßen und überall findet man kleine Restaurants. Sonderlich groß ist die Stadt ja sowieso nicht.

Als nächstes Ziel steuerten wir dann Mostar an. Diese kleine Stadt ist natürlich hauptsächlich bekannt für die bekannte Bogenbrücke, welche wiederum als Symbol des Konflikts bekannt ist. Die originale Brücke aus dem 15. Jahrhundert wurde ja durch den Beschuss im Krieg zerstört. Ein originalgetreues Replikat wurde 2004 fertiggestellt.

In direkter Umgebung befinden sich viele alte Gebäude aus alten Zeiten. In den kleinen Gassen lässt sich super eine billige Kugel Eis genießen.

Ein Spektakel sind außerdem die Brückenspringer. Es gibt einen lokalen Springerverein. Ab und zu begibt sich einer der Herren zum höchsten Punkt der Brücke und sammelt dort Spenden ein. Wenn genug zusammengekommen ist, dann springt er. Mit etwa 29 Metern ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen.

Man kann nach einer Einweisung und nach einem bestandenen Eignungstest auch als Tourist springen, danach hatte ich aber kein Verlangen. Es gibt ansonsten sogar Security, die alle Anderen davon abhält. Es gab in der Vergangenheit wohl zahlreiche Verletzte und auch Tote.

Wir schliefen in einem kleinen, aber feinen Hostel. Dort war eine gute Stimmung und wir verbrachten die Abende im Pub oder beim Billard. Man trifft in dieser Region zahlreiche Reisende aus weit entfernten Ländern. Viele sind auch schon wie ich lange unterwegs, und da hat man natürlich zahlreiche Geschichten auszutauschen.

Diese beiden Orte sollten unsere einzigen Stationen in Bosnien und Herzegowina bleiben, als nächstes ging es über die Grenze nach Kroatien. Davon aber wie gewohnt im nächsten Eintrag.

Viele Grüße und bis bald.
Clemens 

Zwischen zwei Kontinenten

Guten Tag Lieber Leser,

nach 21.5 Monaten war es also wieder soweit: Ich bin offiziell wieder in Europa! Zur Rückkehr hatte ich mir ein denkbar passenden Ort ausgesucht, eine Stadt, die als Verbindung zwischen den beiden Kontinenten dient: Istanbul.

Meine Planung im Voraus war mal wieder minimal. Mein Reisepartner Davis und ich hatten uns Istanbul als Treffpunkt ausgemacht. Ich landete allerdings einige Tage vor ihm und begann somit mit der Erkundung erstmal allein.

Meiner erster Eindruck war positiv. Die Stadt wirkt sehr europäisch, war ja aber auch fast nur auf der europäischen Seite. Meine erste Unterkunft war direkt am Taksim Platz und damit sehr zentral gelegen. Den ersten Tag schlumperte ich einfach durch die Straßen und lebte mich erstmal wieder ein.

Ich merkte schnell, dass zwischen Deutschland und der Türkei eine enge Verbindung besteht. Man sieht ähnliche Marken, Döner Kebab Shops überall und man überhört viel Deutsch in den Straßen.

Ein guter Unterschied zwischen den beiden Ländern sind allerdings die Preise, die liegen nämlich deutlich unter denen zu Hause. Und dies selbst in den Touristengebieten. Vor allem im Kontrast zu Israel zuvor war es sehr angenehm.

Am nächsten Tag schaute ich mir zusammen mit einer Australierin und einem Argentinier den Palast der Sultane an. Insgesamt fand ich es dort allerdings nicht sonderlich spannend. Aber immerhin war ich in guter Gesellschaft.

Das Wetter war wie in der gesamten Zeit hier grau und regnerisch. Nicht perfekt aber es lässt sich aushalten.

Am nächsten Tag landete dann Davis und wir trafen uns im Stadtzentrum. Wir zogen in ein anderes Hostel in einem südlicheren Stadtteil und erkundeten innerhalb der nächsten Tage die Hauptattraktionen.

Am interessantesten war meiner Meinung nach der Große Basar und die angrenzenden Märkte.

Es gibt sehr viel zu entdecken in den kleinen verwinkelten Gassen. Es werden alle möglichen Waren angeboten: Von Lebensmitteln aller Art über Klamotten bis zu Antiquitäten und natürlich allerlei Imitaten von teuren Uhren und Schuhen.

Eine etwas entspanntere Angelegenheit war die Bootsfahrt über den Bosporus. Man sitzt gemütlich und lässt sich herumschippern. Vom Wasser kann man gut die Unterschiede zwischen den verschiedenen Stadtteilen feststellen. Außerdem kann man die Brücken über den Bosporus bewundern.


Zahlreiche riesige Moscheen prägen das Stadtbild. Wir schauten uns natürlich eine an. Wir wählten die Blaue Mosche aus, welche die beeindruckenste sein soll. Von außen war es auch ein sehr gut aussehendes Gebäude. Sobald wir aber im Inneren, gab es aber nicht viel zu sehen. Gerade finden nämlich Renovierungsarbeiten statt, was wir im Voraus aber nicht wussten. Somit lies sich die Größe nur erahnen.

Den asiatischen Teil erkundeten wir auch an einem Tag, allerdings konnte ich keinen großen Unterschied feststellen. Die Preise waren nochmal um einiges niedriger.

Den interessantesten Abend hatten wir aber an einem anderen Tag. Über eine App, die Reisende mit Locals verbindet, trafen wir uns mit zwei Mädels, die hier in Istanbul wohnen. Sie zeigten uns verschiedene lokale Delikatessen und wir unterhielten uns über den Alltag und verschiedenste Aspekte des normalen Lebens. Es war eine interessante Erfahrung.

Dies waren also meine Erfahrungen in der Stadt der zwei Kontinente. Als nächstes geht es raus aus der Türkei und rein nach Bosnien Herzegowina.

Davon erzähle ich dann beim nächsten Mal.

Bis dahin.

Clemens

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